Allgemein Selbstbau

QCX 5W CW/WSPR TRX von QRP Labs

Heute möchte ich euch den kleinen Bausatz von QRP Labs vorstellen. Hans Summers hat damit mal wieder einen ganz weiten Wurf gelandet. Der “QCX 5W CW/WSPR Tranceiver” ist ein kleiner QRP Tranceiver, der sowohl CW als auch WSPR kann.

Wer sich schon einmal mit dem Ultimate WSPR Beacon von QRP Labs beschäftigt hat, dem wird einiges bekannt vorkommen. Es handelt sich um ein Monoband Gerät. Ich habe mich für das 30m Band entschieden. Es ist ein reines CW Band und am Wochenende frei von Contests. Ideal also als kleiner Begleiter für unterwegs.

Das Gerät kostet knapp 50,00 Euro und wird als Einschreiben Päckchen aus der Türkei verschickt. Dadurch entfallen die bekannt, langen Wartezeiten, als QRP Labs noch aus Japan oder Amerika verschickte. Das ist so seit dem Hans Summers in die Türkei umgesiedelt ist. Ich habe auf mein Paket lediglich 1,5 Wochen gewartet. Die Sendungsverfolgung der türkischen Postgesellschaft PTT funktioniert sehr gut und zuverlässig.

Als erstes habe ich die Teileinventur durchgeführt, um festzustellen das alle Bauteile vorhanden sind. Auf der Hauptplatiene gibt es 2 SMD IC´s die aber schon vormontiert sind (in meinem Fall ist das auch gut so). Auf der Internetseite von QRP Labs wird ein deutschsprachiges Manual bereitgestellt

PDF Manual QCX 5W CW TRX

Der eigentliche Zusammenbau ist detailiert erklärt und mit vielen Bildern auch dokumentiert. So kann wirklich nichts schief gehen. Ich möchte gleich an dieser Stelle anmerken, das später, beim Abgleich des Gerätes, nichts weiter als ein Abgleichschraubendreher benötigt wird. ALLE notwendigen Meßinstrumente werden in der Betriebssoftware mitgeliefert. Der komplette Abgleich geschieht ausschließlich über das Display des Gerätes !! Das finde ich persönlich absolut genial gelöst. Auf dem Gerät befindet sich sogar schon eine Morsetaste.

Dennoch wird es an einer Stelle etwas kniffelig. Beim erstellen des großen Ringkernes mit den 4 Spulen muß man gewaltig aufpassen, das alle 4 Spulen den gleichen Wicklungssinn haben, sonst wird der Empfänger nicht funktionieren. Aber auch das ist sehr detailiert beschrieben. Und wenn ich das geschafft habe, dann schafft es sowieso jeder.

Wenn man sich genau an den Aufbauplan hält, dann kann nichts schief gehen und das Gerät wird funktionieren. Nach dem ersten Einschalten wird man das Trimmpoti einjustieren müssen, damit das Display leuchtet. Dann beginnt auch schon der Abgleich. Insgesamt werden 4 Punkte abgearbeitet. Dabei kann es möglich sein, das es notwendig wird bei der großen Sekundärwicklung auf dem großen Ringkern, einige Windungen zuzugeben oder abzunehmen. In meinem Fall mußte ich 5 Windungen dazu geben. Aber das funktioniert sehr gut.

Zum Abgleich gehört das Einstellen des Bandes, der Eingangsempfindlichkeit, die I-Q Balance und die 90° Phasenverschiebung der NF Kanäle (Phase Lo und Phase Hi). All das geschieht über die Anzeige auf dem Display, nachdem man im Konfigurationsmenü die Abgleichsektion eingestellt hat.

Alle weiteren Einstellungen erklären sich zum Teil von selbst und werden aber auch genau im Manual beschrieben. Mit an Bord ist ein CW Filter, ein Keyer, ein CW Decoder, mehrere Meßgeräte und vieles andere mehr. Für den WSPR Betrieb kann ein GPS angeschlossen werden. Das Konfigurationsmenü für WSPR gleicht dem des vielleicht ein- oder anderem bekannten Ultimate3.

In vielen Fällen kommt es vor, das das Gerät nicht die volle Sendeleistung abgibt. So hatte mein Gerät nur 1,2 Watt ausgegeben. Das ist nicht weiter schlimm. Als erstes sollte man den Strom messen, der beim Senden zum fließen kommt. Ist er bei 350mA, dann arbeiten die Endstufentransistoren einwandfrei. Ich habe durch Reduzierung von Windungen auf dem Kern L1 und L3 das Problem gelöst. Ich habe aber die Kerne nicht ausgelötet, abgewickelt und wieder eingelötet. Ich habe das mit Lötbrücken realisiert. An ca. 11 Volt habe ich jetzt 4 Watt. Das dürften am voll aufgeladenen Akku dann um die 5 Watt werden.

Funkamateur seit 1982. Sein größte Interesse gilt dem Kurzwellenfunk drinnen und draußen, der Morsetelegrafie, sowie dem Selbstbau von Antennen und nützlichen Hilfsmitteln. "Computer sind gut, aber im Amateurfunk braucht man sie nicht wirklich!" Seine zweite Leidenschaft ist die Musik - dann ist er mit Gitarre und Mundharmonika als Singer/Songwriter unterwegs.

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