Antennen

Wie du mit wenig Aufwand eine Lambda-Halbe-Koax-Antenne baust

Die Lambda-Halbe-Koax-Antenne ist definitiv meine absolute Lieblingsantenne. Ich mag diese Antenne, da sie sich hervorragend für Portabel-Aktivitäten eignet. Denn sie ist leicht zu transportieren, schnell irgendwo aufgehangen, endgespeist und braucht keinen Tuner.

Momentan habe ich vier von diesen Antennen im Einsatz. Eine LHKA für VHF und UHF, die ich verwende um Indoor Relais zu arbeiten und APRS zu machen. Und dann drei Varianten für die Kurzwelle. Zwei davon habe ich selbst gebaut. Die Lambda-Halbe-Koax-Antenne war auch so ziemlich die erste Antenne, die ich selbst gebaut habe.

Alles was du für den Bau gebrauchen kannst, findest du mit etwas Glück sogar schon in der Bastelkiste. Am einfachsten geht es mit zwei PL-Steckern, einem T-Stück (PL-Buchse) und ein paar Metern RG58.

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Beim Berechnen der korrekten Länge ist diese Excel-Tabelle eine nützliche Arbeitserleichterung. Ich habe die Tabellle benutzt um jeweils eine Antenne für das 10-Meter-Band und 15-Meter-Band zu bauen.

Zuerst habe ich mit der Tabelle die Länge berechnet. Als Frequenz habe ich die Bandmitte angegeben. Anschließend habe ich mir etwas RG58 auf die richtige Länge (L4 und L2) geschnitten. Danach habe ich an den Stub L2 einen PL-Stecker gecrimpt und das andere Ende kurzgeschlossen. Auch an das eine Ende von L4 habe ich einen PL-Stecker gecrimpt. Beide Teile wurden dann mittels T-Stück miteinander verbunden. Im letzten Schritt habe ich vom RG58 den Schirmung und die Ummantelung entfernt (L0).

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Die beiden Antennen, die ich auf diese Weise gebaut habe, waren fast auf Anhieb im gewünschten Frequenzbereich resonant und mussten von mir nur geringfügig angepasst werden.

So. Und nun viel Spaß beim Nachbauen und ausprobieren.

Bei YouTube findet sich übrigens ein Video von DD7LP zu genau dieser Antenne.

Ich möchte an dieser Stelle nochmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Idee zu dieser Antenne nicht von mir stammt. Die Antenne wurde bereits in der CQ-DL 6/2014 vorgestellt. Weitere Infos dazu und eine ausführliche Bauanleitung gibt es auf den Webseiten des OV Bad Honnef (G09)

5 Kommentare

  1. Hallo Silvio,
    diese Antennen haben mich auch schon einmal interessiert. Jetzt ist hier mal jemand, der sie gebaut hat. Sehr schön. Kannst Du mir sagen, wie sich diese Antennen gegenüber einem Fullsize Dipol verhalten? Wie wird sie aufgebaut? Wird sie einfach nur so hoch wie möglich in einen Baum geworfen? Was passiert mit dem Staub? Kann er auf dem Boden liegen, oder muß er in der Luft sein.? Darf die Antenne vertikal oder horizontal, oder beides ?? Ich habe ziemlich viele Fragen zu diesem Thema, bevor ich mir 100m Kabel kaufe 🙂
    Ich würde diese Antennen gerne mit RG174 aufbauen und QRP benutzen. Also mit BNC Steckern. Also ein extrem leichter Aufbau. Wie verhält sich das? Wie sind dann die einzelnen Längen? Das würde mich interessieren, und ob es mit RG174 überhaupt funktioniert……..
    73 de Peter

  2. Hi Peter,

    ich habe keinen Fullsize-Dipol im Einsatz und kann daher derzeit keinen vergleich anbieten.

    Zum Aufbau: Die VHF und UHF Variante hänge ich an die Gardinenstange. Die Kurzwellenantennen ziehe ich am GFK-Mast als Vertical hoch. Wenn der Mast zu kurz ist, dann auch als Sloper oder einfach schräg abgespannt.

    Momentan habe ich sie horizontal unterhalb des Dachfirsts gespannt.

    73, Silvio

  3. Hallo Silvio,
    vielen Dank für die Anregung zum Bau einer Lambda-Halbe-Koax-Antenne :).
    Ich habe ein paar Fragen, die für dich vermutlich leicht zu beantworten sind:

    – Hast du für UHF/VHF eine Antennen in Betrieb als (Dual-Band)? Wenn ja auf welche Frequenz ist sie abgestimmt (Mitte des 2m Band vermutlich?)?

    – Was den mechanischen Aufbau betrifft: Die Aufhängung am oberen Ende hast du wie man in dem Photo erkennen kann mit Hilfe von Kabelbindern und der am oberen Ende des Strahlers „umgeknickten“ RG58-Seele+ innere Isolierung realisiert? Ist das deiner Erfahrung nach auch bei Kurzwellenantenne (die sind ja viel länger) noch stabil genug?

    – Du hast geschrieben, dass die Antennen noch leicht abgestimmt werden mussten. Wie bist du vorgegangen? Den Stub gekürzt (oder mit neuem Kabel verlängert) bis das SWR im gewünschten Bereich passte, oder hast du auch im oberen Bereich/Strahler gekürzt/verlängert? Ist auch im Video von DD7LP etwas unklar.

    Würde mich über Antworten freuen – Vielen Dank!

  4. Hallo, erst einmal recht herzlichen Dank für die aufschlussreiche Seite.
    Ich habe mir in einer ca. 30 minütigen Arbeit eine Antenne für das 2m-Band zusammen gefummelt und war erstaunt, wie gut sich die Antenne auf die gewünschte Frequenz abstimmen ließ. Ich habe dazu ein paar Zentimeter Reserve gelassen und mich mit der Kürzung von L1 Stück für Stück an die Frequenz herangetastet. Also Zentimeterweise abisoliert und den Mantel gekürzt. Ein Stehwellenverhältnis von fast 1:1 war die Folge, einfach super! Allerdings muß ich sagen, dass mir dazu ein Antennenanalyzer „MFJ“ zur Verfügung stand.
    Das Einzige, was nicht so gut war, dass ich den Stub L2 erst nach dem Abstimmen zusammengelötet habe, was die Stehwelle geringfügig negativ veränderte. Man sollte also vorher löten!
    Auf jeden Fall ein lohnenswertes Bastelobjekt und die nächste Antenne ist schon geplant.

  5. Jürgen Buchholz

    Hallo zusammen.

    Welchen Gewinn hat eine 2 m oder 70 cm Antenne dieser Bauart? Kann man das ca sagen?

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