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Interessantes für Selbstbauer

Ich habe wieder ein paar interessante Dinge gefunden, die als Inspiration zum Nachbau dienen könnten….

Antennen-Tuner

Sowas kann man natürlich kaufen, auch gibt es schon viele Nachbauanleitungen – dennoch bleibt sowas immer ein interessantes Projekt. Einen symmetrischen Tuner hat kürzlich VU2ESE (Ashhar Farhan, Konstrukteur von u.a. BITX und Minima Transceivern) gebaut und beschrieben. Er verwendet einen Doppeldrehko (aus einem alten Rundfunkempfänger) und anstelle einer Rollspule (manuell) geschaltete Induktivitäten. Er weist auch darauf hin, dass man auch die Kapazität schaltbar machen, und dann in einem weiteren Schritt den Tuner zB. mit einem Arduino und Relais automatisieren könnte, ähnlich wie in dem Tuner-Projekt von „radio artisan“.photo-1

Mir gefallen Ashhar Farhans Projekte, weil sie einerseits mit einfachsten (und billigen) Mitteln realisiert sind (oftmals Zeugs aus der Bastelkiste), andererseits aber durch und durch sauberes Engineering aufweisen (ohne jetzt vom Aussehen kommerziellen Produkten nachzueifern – auf den Inhalt kommt es an). Ein besseres Beispiel für Amateur-Selbstbau mit einfachsten Mitteln kann es kaum geben!

Ein VNA bis 60 MHz mit Arduino und AD9851

F4GOH beschreibt (allerdings auf Französisch – Google übersetzt das ganz passabel) einen Antennen Analyzer (VNA), der bis 60 MHz seinen Dienst tut (also kurze Welle bis 6 m). Das Teil besteht im Wesentlichen aus vorgefertigten Komponenten (einem Arduino Nano, einem AD9851 Breakout Board (dieser Chip ist ein Frequenzsynthesizer), einem AD8302 (logarithmischer Verstärker und Phasendetektor), einem Drehencoder und einem vierzeiligen LCD Display.01-carte

Der VNA kann stand-alone betrieben werden, oder über USB mit einem PC verbunden (dann wird die Software von DL2SBA eingesetzt), oder aber mittels Bluetooth (dazu braucht man dann noch extra ein Bluetooth Modem) und der Android-App „Blue VNA“. Ein SD-Kartenmodul ist auch dabei, so dass man Messergebnisse abspeichern kann.

Alle Pläne für die Leiterplatte und die Arduinosoftware sind publiziert, so dass einem Nachbau nicht viel im Wege stehen dürfte – eine erste Kostenabschätzung meinerseits liegt bei etwa 35 € (noch ohne die Leiterplatte und ein allfälliges Bluetooth Modem), also deutlich billiger als kommerziell erhältliche VNAs ähnlicher Funktionalität.

Funkamateur seit 1967 (Lizenzprüfung ohne Morsen) bzw. 1968 (Morseprüfung). 1st QSO 20.7.1968. Nach vielen sehr interessanten Berufsjahren in IT und Informationssicherheit (in sehr internationalem Umfeld) nun im Ruhestand, wo mehr Zeit bleibt für die diversen Hobbies. Neben dem Amateurfunk sind das u.a. Photographie, Malen, Singen, Reisen, Camping & Wandern.

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