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SDRplay 2 und SDRplay 2 pro vorgestellt

Mike L-KD2KOG

Ein wenig Ruhe ist eingekehrt im Bereich der preiswerten SDR. Kurz vor dem anstehenden Weihnachtsgeschäft bieten die Entwickler des SDRplay jedoch eine Möglichkeit, das ersparte Geld sinnvoll anzulegen, indem man auf die neuesten Versionen des SDRplay aufrüstet.

Normal und „pro“

Ihr habt richtig gelesen, ich habe den Plural verwendet. Es gibt nun nämlich 2 verschiedene Versionen des aktuellen SDRplay 2. Einmal den „normalen“ SDRplay 2 in einem Gehäuse, welches dem bisher verwendeten Kunststoffgehäuse ähnelt, und zum anderen den SDRplay 2 pro, welcher über ein Metallgehäuse verfügt und damit etwas robuster sein sollte. Im Gegensatz zur ersten Version ist jedoch auch der normale SDRplay 2 im Inneren besser gegen Störungen geschirmt. Erste Berichte, zum Beispiel von http://www.nn4f.com, stellen keinen Unterschied in der Abschirmung zwischen der normalen und der pro Version des SDRplay 2 fest.

Gemeinsam sind beiden jedoch eine ganze Reihe anderer Neuerungen. Am offensichtlichsten dürfte die Verwendung von mehreren Antenneneingängen sein, nämlich 2 SMA-Eingänge und eine Klemme für hochohmige Antennen. Eine Funktion, die sicherlich viele Antennenbastler freuen wird. Ebenso erfreulich ist, dass direkt ein BIAS-T an einem der beiden SMA-Eingänge geschaltet werden kann, um Hardware Richtung Antenne mit Strom versorgen zu können. Beides wird sich über die hauseigene Software SDRUno schaltet lassen, die Implementierung von Drittanbietern wird aber sicher auch nicht lange auf sich warten lassen.

Verbessert wurde die Frequenzstabilität durch einen eingebauten TCXO, was hin und wieder mal ein Kritikpunkt am alten SDRplay war. Der TCXO kann über entsprechende Ein- und Ausgänge kalibriert werden bzw. selbst als 24 MHz-Referenz dienen.

Zusätzlich befinden sich schaltbare Filter für die Hörfunkbereiche, um von dort kommende Störungen ausblenden oder zumindest abschwächen zu können.

Der Empfangsbereich wurde am langwelligen Ende von 10 KHz auf 1KHz gesenkt, am oberen Ende ist wie bisher bei 2 GHz schluss. Die SMA-Eingänge starten bei 1,5 MHz, der hochohmige Eingang bei 1 KHz und endet dafür bei 30 MHz.

Verfügbarkeit

Bisher noch nicht bekannt ist, wann der SDRplay 2 bei den einzelnen Händlern verfügbar sein wird. Hier wird man aber sicher in den nächsten Tagen näheres erfahren. Auf der eigenen Homepage www.sdrplay.com ist er bereits bestellbar, der Preis liegt dort bei ungefähr 160 GBP für den SDRplay 2, im Vergleich zu ungefähr 130 GBP für den SDRplay. Der SDRplay 2 pro ist bisher dort noch nicht gelistet.

über

Drückt sich seit Jahren vor der Lizenz, aber 2016 soll es endlich soweit sein. Besondere Interessen sind die Frequenzen oberhalb von 30 MHz und digitale Betriebsarten, dort hauptsächlich mit dem RTL-SDR unterwegs. Wenn Funk gerade eine geringere Rolle spielt, dann mit dem Rad oder zu Fuß in der Natur unterwegs und dem Fotoapparat im Schlepptau. Mehr auf Twitter: @kermit_t_f

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