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Ein Rückblick auf die N18 Ballonmission

Einige OM des Ortsverbands N18 Oer-Erkenschwick/Recklinghausen wohnten im letzten Jahr dem Start eines Stratosphärenballons der FH Gelsenkirchen bei. Inspiriert durch dieses Projekt, welches von Studenten realisiert und durch lizenzierte OM betreut wurde, wurde der Entschluss gefasst, selbst einmal einen solchen Ballon zu starten.

Innerhalb des OVs fanden sich schnell weitere interessierte Teilnehmer und so hatten wir am Ende ein Team von rund 12 OMs zusammen, die sich um unterschiedliche Aspekte der Realisierung kümmerten. Das fing an bei der Klärung der rechtlichen Situation, ging über die Beschaffung der notwendigen Hardware und endete bei der Programmierung der Software.

Wir verwendeten einen Raspberry Pi A+ (wegen des geringen Stromverbrauchs) mit zwei Erweiterungsboards aus diesem Shop. Es handelt sich um das sogenannte Pi-in-the-Sky Board (PitS) sowie eine Erweiterungsplatine, die einen kleinen APRS-Sender beinhaltet. Weiterhin wurde ein kleines Kameramodul als Bordkamera verwendet.

6Wir ließen während des Flugs die Daten über die Höhe, sowie die Temperatur und den Luftdruck aufzeichnen sowie zu den Bodenstationen übertragen. Zusätzlich wurden Live-Bilder der Bordkamera mittels SSDV in verkleinerter Auflösung übertragen. Im Hintergrund wurden die Bilder in voller Auflösung auf die SD-Karte gespeichert.

Nachdem wir einen ersten Startversuch im Februar diesen Jahres leider absagen mussten, weil die Winde am frühen Morgen zu stark waren, unternahmen wir einen erneuten Anlauf am 26. Mai. Die Wettervorhersagen und Vorausberechnungen der Flugbahnen waren diesmal vielversprechender.

Am Morgen herrschte nahezu Windstille und wir konnten die Nutzlast sowie den Ballon unter den Augen zahlreicher Besucher für den Start vorbereiten. Mit etwa einer halben Stunde Verspätung erfolgte der Liftoff um 10:30 Uhr MESZ vom Flugplatz des Modellsportclubs in
Recklinghausen.

Nachdem etwa eine Stunde später der Startplatz wieder aufgeräumt war, machten wir uns mit 2 Verfolgerfahrzeugen auf den Weg, dem Ballon zu folgen. Ein weiteres Team machte sich auf den Weg zum OV-Heim, um die Mission von dort aus zu unterstützen.

Der Ballon landete gegen 13:15 Uhr MESZ in einem Waldstück in der Nähe der A1 bei Ascheberg. Ein erster Bergungsversuch schlug leider fehl, weil wir die passende Ausrüstung nicht dabei hatten. Die Nutzlast hing etwa 15m hoch in einem Baum fest. Der Fallschirm und weitere Reste des Ballons hingen in etwa in gleicher Höhe im Nachbarbaum fest.

Am Sonntag den 29. Mai unternahmen wir daher einen weiteren Versuch, der am Ende auch erfolgreich war. Wir konnten die Nutzlast nahezu unbeschädigt bergen und das enthaltene Bildmaterial der Bordkamera fehlerfrei kopieren.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es ein tolles Projekt des Ortsverbands war und jeder seine Stärken einbringen konnte. Fest steht auch: Es wird in jedem Fall noch weitere Flüge geben.

Weitere technische Details finden sich in unserem Wiki unter ballon.n18.de. Weiterhin haben wir eine Bildergalerie mit allen Bildern der Bordkamera sowie Aufnahmen der Besucher ins Netz gestellt. Die letzte Position des Ballons findet sich auf aprs.fi. Eine Chronologie der Mission findet sich ebenfalls auf Twitter .

Florian, DF2ET für das gesamte Missionsteam


Die Bilder wurden von Angelika, DE4YOU aufgenommen

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