Equipment

APRSdroid mit dem Mobilinkd Bluetooth-TNC

Ich habe vor einigen Wochen in meinem Beitrag über APRSdroid einen Bluetooth-TNC erwähnt. Nach einem kurzem Mailwechsel mit dem Hersteller und dem deutschen Distributor, habe ich nun so ein Teil vor mir liegen und kann es für euch testen.

Mit dem Bluetooth-TNC von mobilinkd lässt sich APRSdroid erst so richtig nutzen. Damit verwandelt ihr euer Android-Smartphone oder Tablet in eine richtige APRS-Station, die unabhängig vom Internet ist.

Neben dem TNC und einem Android-Device benötigt ihr natürlich noch ein Funkgerät und das passende Anschlusskabel. Der Li-Ion-Akku hat eine Kapazität von 1200mAh und hält laut Hersteller bis zu 48h im Dauerbetrieb durch. Geladen wird der Akku über ein USB-Kabel mit Mini-USB-Anschluss. Da inzwischen fast jedes Smartphone über Micro-USB geladen wird, hätte ich mir am TNC eigentlich auch diesen Anschluss gewünscht, aber vielleicht gibt es das ja irgendwann in einer neuen Version? Kabel für den Anschluss an das Funkgerät sind für alle aktuellen Handfunkgeräte verfügbar.

Die Bluetooth-Kopplung gelang auf Anhieb und auch die Konfiguration mithilfe der kostenloses Android-App ist sehr einfach. Die deutschsprachige Schnellstart-Anleitung erklärt die grundlegenden Schritte zur Inbetriebnahme.

wpid-wp-1416762232320.pngNachdem der TNC gekoppelt und konfiguriert wurde, muss APRSdroid noch für die Verwendung des TNCs eingerichtet werden. Dieses geschiet unter Einstellungen / Verbindungsprotokoll. Hier muss Bluetooth-TNC gewählt werden. Darüber hinaus muss eingestellt werden welcher Bluetooth-TNC. Das wiederum erfolgt unter Einstellungen / Verbindungseinstellungen / TNC-Bluetooth-Gerät. Hier muss der Moblinkd TNC ausgewählt werden. Nachdem das erfolgt ist, kann das Tracking gestartet werden. Die ersten Baken werden gesendet, sobald das Smartphone die Positionsdaten ermittelt hat.

Ich habe jetzt einige Fahrten mit dem Tracker unternommen und kann sagen, dass er tadellos funktioniert. Er tut im Prinzip genau was man von ihm erwartet. Die Bedienung und die Konfiguration ist sehr einfach.

Im Vergleich zum AP 510, der ja einen eigenen Sender eingebaut hat, gefällt mir am mobilinkd TNC, dass ich im Prinzip jedes Funkgerät anschließen kann. Ich bin also nicht auf die geringe Leistung von meinem Handfunkgerät angewiesen.

Der TNC ist offensichtlich prädestiniert für den mobilen Einsatz zusammen mit APRSdroid. Er ist jedoch nicht darauf beschränkt, denn er lässt sich auch via serieller Bluetooth-Schnittstelle am PC verwenden. Das funktioniert nicht nur unter Linux mit Xastir oder unter Windows mit UIView, sondern im Prinzip mit jedem Programm, das mit einem KISS-TNC umgehen kann.

Der moblinkd Bluetooth-TNC kann entweder direkt beim Hersteller oder beim deutschen Distributor Funktechnik Dathe bestellt werden. Beim Hersteller scheint es auf den ersten Blick günstiger. Allerdings relativiert sich das erheblich, wenn man Zubehör, Versand, Umsatzsteuer und Zollkosten berücksichtigt.

Der mir vorliegende Bluetooth-TNC wurde mir durch Funktechnik Dathe leihweise zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an dieser Stelle an Thomas (DH8TOM) und Frank (DL7LVM) für die freundlichen und unkomplizierte Unterstützung.

6 Kommentare

  1. Ich habe das Mobilinkd nun bereits seit einer Weile im Einsatz. Daher ein paar kleine Anmerkungen:

    – Manchmal muss man das Tracking mittels APRSDroid mehrfach starten, das sich der Dienst gleich immer wieder beendet. Optisch sieht es so aus, als ob APRSDroid vom Standortdienst nicht schnell genug „bedient“ wird.

    – Die besten Ergebnisse habe ich (im Gegensatz zu der Beschreibung) beim Smart Beaconing erzielt.

    – Die beste Technologie nützt nichts, wenn man nicht gehört wird 😉 In Gebieten mit sehr wenigen Digi und/oder iGates ist man natürlich nicht so richtig sichtbar. Beispiel auf meinem Arbeitsweg in S-H (25 km) werden meine Standortdaten so zwischen 20 bis 30 mal pro Tour aufgenommen. Auf meiner letzten Tour in M-V wurden zwischen Lübeck und Rostock (ca. 100 km) gerade 3x meine Signale empfangen. Was natürlich recht mager ist.

    Ich betreibe das Mobilinkd hauptsächlich im KFz mit einem Kenwood TM-V71E. Signale senden geht ganz gut, der Empfang ist jedoch nicht sehr gut. Im Gegensatz zu einem HT, kann dort die Signalstärke nicht mittels Lautstärkeregler angepasst werden (wie es in der Beschreibung steht). Da ich allerdings während der Fahrt eh nicht am Smartphone rumfummel, hat es mich bisher noch nicht so weit gestört, das ich da weiter experimentiert habe.

    • Also ich habe mit Smart Beaconing auch die besten Erfahrungen gemacht. Die APRS-Abdeckung beim mir am Ort ist auch nicht so optimal. Von daher kann ich deine Ausführungen dazu gut nachvollziehen. In meiner Region gibt es auf jeden Fall Potential zum APRS-Netzausbau.

  2. Pingback: APRSdroid bringt APRS auf das Smartphone › HAMSPIRIT.DE

  3. Hallo Silvio,
    APRSdroid verwende ich seit geraumer Zeit, allerdings solo per Inet.
    interessant wäre auch diese Hf-Variante:
    http://www.weirdlab.fr/?p=906
    An Stelle vom GPS-Modul könnte ein Bluetooth-Modul die Daten von und zum Smartphone + APRSdroid übertragen. Ausserdem könnte man damit auch mit etwas zusätzlicher Software FM-Verbindungen auf anderen Frequenzen durchführen und das Smartphone kabellos als „Endgerät“ verwenden.
    Mal sehen, ob ich sowas hardwareseitig in nächster Zeit in die Reihe bringe.
    Vielleicht findet sich auch ein Softwerker, welche die Anpassungen im Arduino programmieren kann.

    vy 73 de Rolf -DJ7TH-

  4. Kai - do9kai

    Inzwischen verstaubt mein Mobilinkd etwas. Da ich von Android auf iOS umgestiegen bin, ist der mobile Einsatz dafür nicht mehr möglich (iOS hat kein Bluetooth Serial Port Protocol und somit ist der Einsatz nicht mehr möglich).

    Im irgendwann kommenden Winterhalbjahr will ich das ganze aber mit Linux NB -> Xastir -> Bluetooth -> mobilinkd -> HFG reaktivieren. Wäre dann aber nur noch stationär.

  5. Kleine Korrektur. Zoll wird nicht fällig, wenn man Funkgeräte bestellt. Ansonsten auch nur über 150 Euro. http://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Zoelle/Zollbefreiungen/Aussertarifliche-Zollbefreiung/Sendungen-mit-geringem-Wert/sendungen-mit-geringem-wert_node.html;jsessionid=479BFC0D1D4C6E2CF07A17EA0C60B6B4.live0492
    Den Preis den Dathe da ausruft, finde ich interessant. 120 Euro sind derzeit 133 US-Dollar, wobei das Teil für $64,95 noch kostenfrei innerhalb der USA verschickt wird, wenn man direkt heim Hersteller kauft.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

banner