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AR685 – Ein Hytera DMR-Gerät speziell für Funkamateure

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Auf einigen niederländischen Webseiten gab es immer mal wieder Gerüchte zu einem Hytera-Funkgerät speziell für Funkamateure. Gerüchte haben wir heute keine, dafür aber die Fakten zum besagten Gerät.

Beim AR685 handelt es sich im Prinzip um eine angepasste, verschlankte Variante aus der Hytera PD6-Serie. Funktionen, die für Funkamateure nicht relevant sind, wurden eingespart. Es gibt zum Beispiel keine Verschlüsselung und keinen Bewegungsalarm (Man-Down). Der Frequenzbereich des Handfunkgeräts reicht von 430 bis 462 MHz. Das AR685 ist, wie die gesamte PD6-Serie, in einen robusten Aluminium-Metallrahmen eingefasst. Der Lithium-Ionen-Akku mit 1500 mAh ermöglicht mindestens 16 Stunden Betrieb in DMR. Neben DMR kann das Gerät auch für analogen FM-Betrieb genutzt werden. Durch den integrierten GPS-Empfänger ist die Übertragung der GPS-Position ins DMR-Netz möglich.

Sämtliches Zubehör der PD6-Serie von Hytera kann auch mit dem AR685 verwendet werden. Das AR685 ist ab Ende November / Anfang Dezember 2016 exklusiv beim Distributor DIFONA zum Preis von € 299.- erhältlich.

Technische Daten

  • 1024 Kanäle unterteilt in 16 Zonen
  • Frequenzbereich: 430 – 462 MHz
  • Sendeleistung: zweistufig, 1 oder 4 Watt
  • GPS: integriert
  • Farbdisplay: 1,8“, 160 x 128 Pixel, 65526 Farben
  • Akku: 1500 mAh Lithium-Ionen
  • Betriebstemperaturbereich: -30 °C bis +60 °C
  • Staub- und Feuchtigkeitsschutz: IP67
  • Abmessungen (HxBxT): 119 x 54 x 27mm
  • Gewicht: 310 g

Lieferumfang

  • Handfunkgerät AR685
  • Lithium-Ionen-Akku (1500 mAh)
  • Ladeschale
  • Netzteil für Ladeschale, 100 – 240 VAC – 12 VDC / 1 A
  • Standardantenne
  • Handschlaufe
  • Gürtelclip
  • Anwenderhandbuch
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Bild: AR685 (DIFONA Communication GmbH)

11 Kommentare

  1. Gehofft hätte ich nun auf bahnbrechende Fakten wie:

    – Kann nun über einen speziellen Mode direkt übers Display umprogrammiert werden.
    – Verfügt nun über einen schnellen und unkomplizierten VFO-Mode
    – In der Amateurvariante kann das Gerät über ein Standard-USB-Kabel programmiert werden. Die Software hierfür kann einfach und ohne Registrierung von der Herstellerwebseite geladen werden.
    – Die NEMA Daten können nun über den eingbauten USB-Serial-Converter an einen PC oder anderen Gerät abgefragt werden.

    Ich bin da, wie es scheint, wohl noch immer im Traumland…

    • Die Programmierung über das Display geht schon beim PD685 – aber ganz ehrlich? Ich programmiere auch reine Afu-Geräte nicht über das Display. Das mache ich einmal am Rechner und dann ist gut.

      Richtig, ein VFO-Modus wäre das absolute Killer-Feature gewesen. Mit einem durchdachten Codeplug, kann man darauf aber eben auch verzichten.

      Die Anschlüsse am Gerät sind baugleich zur PD6-Serie mit dem speziellen Stecker von Hytera. Hätte man wirklich einen wasser- und staubdichten Anschluss durch eine vergleichsweise kurzlebige USB-Buchse ersetzen sollen? Wenn die Hardware verändert worden wäre, dann gäbe es wohl keine Einsparungen beim Preis.

      • Ich sehe das Ganze mehr so aus einem Notfunkgedanken – da sind kommerzielle Geräte einfach unflexibel im Einsatz.

        Eine einfache Umprogrammierung wäre hier einfach sehr hilfreich, um sich an eine Situation „vor Ort“ schnell anpassen zu können, ohne PC und passender Software.
        Wenn ich einen VFO-Mode mit einem Codeplug „Nachbauen“ muss… – würde sagen das ist dann mehr so ein „dirty hack“.

        Langlebige USB-Buchsen die man auch Wasserdicht einbauen kann gibt es auch zur Genüge. No need for proprietary bullshit.
        Gerade bei der PD3xx-Serie bin ich maßlos enttäuscht über die USB-„Implementierung“ – kann sie aber aus wirtschaftlichen Gründen gut nachvollziehen – zumindest bei einem Business-Gerät.

        Ich spreche hier ja auch nicht Pro/Contra DMR oder Hytera – auf längere Sicht gesehen sehe ich nur keine Zukunft für solche proprietären Geräte und Technologien im Amateurfunk. Ich bin mir sicher, das „Problem“ wird dann schon nochmal selbst lösen.

        Entsprechend offene Projekte (OpenHW und OpenSourceSoftware) sind zum Glück immer mehr im Kommen.

        • Gerhard Wesser

          Da bin ich eigentlich noch pessimistischer, ganz besonders was den Amateurfunk angeht und nicht nur DMR oder sonst was digitales. Die Technik schreitet derart schnell voran, dass selbst der Gesetzgeber offenkundig resigniert. Ein Beispiel dafür ist die kürzlich verabschiedete EMVU-Novelle, worin die BNETZA nun kein Verpflichtung mehr hat Funkstörungen zu ermitteln und zu beseitigen. Die Ausnahme bilden Störungen von Funkdiensten mit nationalem Interesse und Sicherheitsfunkdienste wie Navigationsfunk, Notfunk, NÖBL usw. Statt der eingeschleusten Billigimporte Herr zu werden, wird einfach die Störungsbehebung aufgegeben. Warum zahle ich eigentlich die EMV-Beiträge noch?
          Die Funkamateure werden nicht nur nicht mehr gebraucht, sondern sind sogar zur Last geworden. Die Politik beschäftigt sich lieber mit den Interessen der Lobby – die haben ja auch einen gut bezahlten Anschlußjob für ex-Politiker – sie Schröder und Co.

    • Willkommen bei Yaesu Fusion… Da geht das…

  2. Macht einen guten Eindruck.
    Leider muss ich feststellen, dass die Aktivitäten in DMR immer mehr zurück gehen.
    Wenn ich mir den Hype noch vor ein paar Monaten vor Augen führe und heute auf div. Reflektoren lausche.
    Spornt einen nicht gerade an, sich ein weiteres Gerät zu holen.
    Hinzu kommt, dass wir hier in JO53 ohne Dongle eh nichts machen können.

    • Wenn das Netz vor Ort schlecht ist kann man als FA ja etwas dagegen tun. Selbstbau ist ja inzwischen dank MMDVM auch eine Option. Schreib mir mal via DM wo man dich üblicherweise in DMR erreicht.

      • Dieter (DJ8AW)

        Alles Gut Silvio.
        Hier in Wismar besteht null Interesse an DMR. Da selbst helfe ich mir mit meinem DV4mini und das geht ganz prima.

        Der viel gepriesene Nord-Ostsee Link wird zu meinen Lebzeiten wohl nichts mehr.

  3. Louis LX1A

    Hallo aus Luxemburg, anstatt gegen das Gerät zu Lästern, vielleicht einfach mal die Gebrauchsanweisung Lesen.
    Mit einem Programierten Kanal auf FM und DMR wie ich das gemacht habe kann man alle Funktionen über die Tastatur ändern Frequenz CTCSS oder Color Code so wie den Rest der Relevanten Einstellungen ohne einen Benötigten Kanal zu Verstellen, oder enen PC zu Benutzen.
    Ich Benutze einen PD685 UHF und zwei MD785 UHF und VHF auf diese Weise.

  4. Hm.

    Das Programmierset kostet was?

    Schönes Gerät, aber der Funktionsumfang ist nicht mehr und nicht weniger als bei einer MD390. Oder was sind die Vorteil dieses Gerätes?

    LG
    Volker
    DG2GSV

    • Torsten, DL8KFO

      Hi Volker,

      Vorteile? Zum Beispiel:
      – Ein um > 10 dB emfpindlicherer Empfänger
      – Eine einfachere Schaltung von Talkgroups über die Tastatur
      – Keine Artefakte beim Betrieb über den DV4mini
      – Weitaus(!) bessere Sprachqualität und -lautstärke.

      ..habe ich etwas vergessen?

      73
      Torsten, DL8KFO (MD380 und PD685G)

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