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Amateurfunkzeugnis Klasse K – Das Ende des Amateurfunks ist nah!

Über die Enthüllungsplattform hamleaks.org (momentan offline) wurden uns geheime Pläne zugespielt, die es in sich haben. Die Dokumente behandeln das kontrovers diskutierte Thema Einsteigerklassen im Amateurfunk. Wenn man den Unterlagen glauben darf, wird es innerhalb der nächsten drei Monate das Amateurfunkzeugnis der Klasse K geben.

Das besondere am Amateurfunkzeugnis der Klasse K ist, dass keine Prüfungen von der Bundesnetzagentur abgenommen werden müssen, um dieses Amateurfunkzeugnis zu erhalten. Vielmehr handelt es sich um eine richtige Lizenz, die gekauft werden muss. Der Erwerb dieser Lizenz ist dann auf Veranstaltungen wie der HAM RADIO oder beispielsweise beim Funktag in Kassel denkbar. Die neue Amateurfunk-Lizenz ist zukünftig auch direkt beim Fachhändler zu beziehen. Sonderangebote beim Kauf eines Transceivers sind bereits in Planung. Wer ein China-Radio kauft, erhält die Klasse K für ein Jahr kostenfrei mit dazu.

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Was die neue Lizenz kosten soll?

Die Lizenz soll 99€ kosten und die Gültigkeit ist auf 5 Jahre beschränkt. Danach muss die Lizenz erneuert werden, ansonsten verfällt das Rufzeichen.

Erkennbar sind die Inhaber der Klasse K übrigens am Präfix im Rufzeichen. Für Inhaber der Klasse K steht ausschließlich das Präfix DX. Die Rufzeichen werden fortlaufend vergeben. Der erste Operator mit der Klasse K wird dann das Rufzeichen DX0AAA haben, der zweite DX0AAB, der dritte DX0AAC und so weiter. Wunschrufzeichen wird es für Inhaber der Klasse K nur gegen einen erheblichen Aufpreis und eine Jahresgebühr geben. Die einmaligen Kosten für das Wunschrufzeichen liegen wohl bei 199€. Ab dem zweiten Jahr wird eine Jahresgebühr von 49€ für das Wunschrufzeichen von den Behörden in Rechnung gestellt.

Funkbetrieb und Einschränkungen der Klasse K

So interessant wie sich das ganze Konzept der Klasse K liest, gibt es auch einige Wermutstropfen. Hier eine Liste der Merkmale und Einschränkungen der Klasse K.

  • DigitalVoice und FM als einzige zulässige Modulationsarten
  • erlaubte Bänder: 6m, 4m, 2m, 70cm
  • nur neue Funkgeräte mit ALE zulässig, da man den Inhabern den Klasse K den Verbindungsaufbau wohl nicht zutraut
  • Funkbetrieb mit selbst gebauter Ausrüstung ist verboten. Der Verstoß wird als Straftat geahndet und außerdem mit Lizenzentzug bestraft.
  • Nur beim Fachhändler erworbene Antennen sind zulässig. Der Verstoß ist wohl aber nur eine Ordnungswidrigkeit, da hier von den Behörden eine weitere Einnahmequelle gewittert wird.

Was soll das überhaupt?

Die neuen Regelungen betreffen zum Glück nur Inhaber der Klasse K. Für Inhaber der Klasse E und A bleibt alles beim Alten. Mit der Klasse K soll der Amateurfunk wieder salonfähig und alltagstauglich gemacht werden. Ob das gelingt bleibt abzuwarten. Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es hier.

Ich arbeite in einem IT-Systemhaus und bin überwiegend mit der Administration von Mail-Servern beschäftigt. Derzeit beschäftige mich viel mit VHF/UHF, APRS und HAMNET. Darüber hinaus sammle ich Erfahrungen im Antennenbau.

  1. vielleicht sollte ich dies noch nachschieben – ein gutes Beispiel ist der Drohnenührerschein. Will man Copter über 2 kg fliegen ist dieser Nachweis nötig – man macht ihn einfach im WEB bei der Ausichtsbehörde oder einem anerkannten Verein. Ein paar Fragen (ich glaube es sind um die zwanzig) und man darf einen Kopter fliegen – und das könnte weit aus gefährlicher sein als QRV zu gehen.

  2. Ich hatte zwar gestern einen Beitrag geschrieben, dieser fiel aber wohl unter die Zensur. Das beweist leider wieder einmal mehr wes Geistes Kind hier agiert ……..

  3. Sorry, war nicht persönlich gemeint, Gruss Rolf

  4. Endlich habe ich mal wieder aus vollem Herzen lachen können. Wie wichtig doch vieles Unwichtige sein kann. Eins scheint mir wichtig zu sein: Bitte pauschaliert nicht eure persönlichen Meinungen. Es ist doch toll, dass es Leute gibt die CB Funk machen, Amateurfunk und so viele mit einem Handy umgehen können. Leider ist es doch so, dass es überall schlechte Menschen gibt. Schön, dass die Meisten gern leben, lieben und ungestört einem Hobby nachgehen wollen. Viel Spaß

  5. Ja ja, die Klasse K spaltet mal wieder die „Funkernation“ in Funker mit und ohne Zulassung.

    Den Amateurfunkdienst gibt es nur, weil dadurch der Selbstbau und legale Betrieb von selbstgebauten Sendern durch Funkamateure ermöglicht wurde. Der Selbstbau ist also die einzige Daseinsberechtigung und Grundlage für den Amateurfunkdienst, verankert im Amateurfunkgesetzt, dass am 23. März 1949 in Kraft trat, noch vor dem Grundgesetz.

    Wenn ich etwas selbst entwickeln oder bauen möchte, muss ich über das dazu benötigte Fachwissen verfügen. Fachwissen wird in den Vorbereitungslehrgängen zur Erlangung der Zulassung zum Amateurfunkdienst vermittelt und gehört unbedingt zur Teilnahme am Amateurfunkdienst dazu. Motivation zur Teilnahme ist also nicht die primär die „Funkerei“, sondern ein gesteigertes Interesse an Technik, Selbstbau und Hochfrequenztechnik. Lernen gehört einfach dazu und ist mit abgelegter Prüfung nicht zu Ende. Dann geht es erst richtig los mit dem Lernen.

    Wer also das Lernen scheut, für den ist das Hobby Amateurfunk definitiv nicht die richtige Wahl. Wer an Weiter- und Fortbildung in Hochfrequenztechnik kein Interesse hat, der sollte sich nicht mit dem Amateurfunkdienst beschäftigen.

    Übrigens, es ist richtig, dass sich die Teilnehmerzahlen im Amateurfunkdienst ändern und auch verschieben. Es ist aber auch nicht so, dass Morgen die Welt untergeht, weil es keine Funkamateure mehr gibt. Die Aktivitäten auf den Bändern sprechen da eine ganz andere Sprache. Man darf das nicht vergleichen mit 27 MHz, da ist im Moment aufgrund des Sonnenfleckenminimums ziemliche Ruhe. Für DX ist der CB Funk ja auch nicht gemacht, CB Funk ist Kurzstreckenfunk, auch wenn DX hin und wieder möglich ist.

    Erfreulich ist, dass es wieder eine insgesamt positive Entwicklung bei den Teilnehmerzahlen geben könnte. Auch wenn die Zahlen insgesamt immer noch etwas rückläufig sind kann man erkennen, dass die Chance besteht den Trend irgendwann umzukehren.

    http://www.echo37.de/rufzeichen/

  6. Ich verstehe den Hype um die K-Klasse überhaupt nicht. Die Frequenzen sind doch eher uninteressant wenn ich es richtig verstanden habe ist Kurzwelle nicht dabei. Auf den Bändern der K-klasse wird nichts los sein. Weit senden wird man auch nicht können. Da ist auf 27 MHz mehr möglich. Ich habe vor ca. 1 Jahr die E-Klasse gemacht und fand es nicht so schwer. Man muss dazu ein paar Gesetze und Verordnungen auswendig lernen und sich mit dem ohmschen Gesetz auseinandersetzen. Ansonsten ist es keine hohe Mathematik und für jeden machbar.

  7. Was vor rund 120 Jahren durch Marconi begann beenden Funkamateure (sieht man von den schmutzigen taktischem Inhalten der Militärs ab). Gemeint ist die direkte Nachrichtenverbindung von Teilnehmer zu Teilnehmer. Bereits im Februar 1991 stellte Kiel Radio den Telegraphie Funkverkehr auf 500 kHz ein. Am 31.12.1995 stellte Norddeich Radio den Telegraphie Betrieb auf 500 kHz ein. Am 31.12.1998 stellte Norddeich Radio den gesamten Funkverkehr vollständig ein.
    Auch nachrichtentechnische Großunternehmen in Deutschland hat der Strukturwandel schwer getroffen. Die SEL sowie die Nachrichten Sparte bei Siemens existieren nicht mehr. Auf Langwelle, Mittelwelle und Kurzwelle haben alle deutschen Radiostationen den Betrieb eingestellt. Den Amateuren gebührt die Ehre den nostalgischen Funkverkehr aufrechtzuerhalten.
    Es geht darum die freiwilligen Leistungen der Funkamateure anzuerkennen und zu würdigen.
    Winfried.

  8. Wolfgang Brandt

    Ohne Grundwissen die Lizenzen vergeben für Geld halte ich persönlich für einen Fehler. So ging der CB Funk zu Grunde. Gruppierungen beanspruchten Frequenzen für sich und man wurde aufs übelste beschimpft wenn man auf den Frequenzen unterwegs war. Es galt je mehr Watt um so besser je illegaler um so besser. Ich denke das geht voll in die Hose. Wie bei PMR hat man nachher Firmen auf den Frequenzen. Ich habe da bedenken. Ich habe seinerzeit deswegen die Prüfung gemacht und habe es nicht bereut das ganze Wissen was man gedacht hat zu besitzen grundlegend auf den Kopf zu stellen und lernt die Technik zu verstehen. Das ist doch eigentlich das was den Amateurfunk ausmacht. Wer NUR sabbeln will kann das Handy nutzen.

  9. Wenn es zur Vorbereitung einer E Lizenz mit wirkt, um auf zu stocken, Und man keinen Ausbilder benötigt, ja.
    Sollte aber nur einmalig vergeben werden, nur zur Aufstocken der E oder A Klasse

  10. Verschoben bis wann, macht doch auf freenet 2m und 70cm 4 Watt, und auf 2m 149mhz mehr kanäle frei, mit außen antenne und Ruhe ist dann mit der k lizenz oder ell-lizenz, da ist allen geholfen, warum sollte es nicht machbar sein, frage, woran stört mann da wieder, dergraue

  11. und wenn das nicht am 1. April 2016 gewesen wäre, könnt ma sogar drüber lachen..
    Interessant, wie manche Themen über die Jahre aufregen …

  12. Hans jürgen

    Find ich persönlich gut die sogenannte K Lizenz. Für mich würde sie definitiv reichen. Möchte nämlich nur mit einem dmr handfunkgerät Funken, ohne irgendwelchen Krimskrams. Deswegen wozu sollte ich dann für die E Lizenz Büffeln.. Hoffe das es jetzt mal was wird.

    • Hans-Jürgen, das ist ja eigentlich noch schlimmer. Einen (DMR) Dienst nutzen, welcher von und für Amateurfunker gemacht wurde. Welche Zeit reinstecken und sich gegenseitig stundenlang austauschen… Das ganze ist absolut in 2 Monaten machbar – auch ohne technischen Hintergrund – wenn man Interesse hat.

      Natürlich kann man sich streiten, ob die Fragen alt oder noch aktuell sind. Aber das sind einfach die Vorgaben. Ich persönlich bin GEGEN eine K-Lizenz!

  13. Das Datum des Beitrages gibt mir echt zu Denken 🙂
    Und bisher habe ich davon auch nichts weiter gehört, klingt wie Trump der Dussel sagen würde nach „FakeNews“

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