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Das Hytera PD365 – ein kompaktes DMR-Handfunkgerät für Einsteiger und Profis [Sponsored Post]

Handfunkgeräte für den professionellen Einsatz im Betriebs- oder BOS-Funk sind in der Regel schwer, robust und teuer. Doch dass das nicht zwangsläufig so sein muss, hat Hytera mit den DMR-Modellen PD355 und PD365 bewiesen.

In diesem Beitrag nehme ich das Hytera PD365 genauer unter die Lupe und gehe auf die Möglichkeiten und Grenzen dieses kompakten Handhelds ein. Wer sich bisher noch nicht mit den Grundlagen zum Thema DMR vertraut gemacht hat, sei dieser Linktipp ans Herz gelegt.

Größe & Gewicht

Das Gewicht des PD365 liegt bei unter 160 g inklusive Akku. Die Abmessungen betragen 135 mm in der Länge, 58 mm in der Breite und 24 mm in der Tiefe. Mit diesem Gewicht und dieser Größe ist es definitiv das leichteste DMR-Handfunkgerät, das ich bisher in den Händen halten durfte. Zum Vergleich mein analoges Handfunkgerät wiegt 123 g.

PD365-rechte-Hand

Trotz des geringen Gewichts ist das PD365 gegen Staub und Feuchtigkeit geschützt. Die IP-Schutzklasse ist mit IP54 angegeben. Damit ist sichergestellt, dass kein Staub in das innere des Gehäuses eindringt und es vollständig gegen Sprühwasser geschützt ist. Darüber hinaus hält das Gerät militärische Standards in Bezug Stoßfestigkeit und Vibrationen ein.

Das PD365 liegt angenehm in der Hand. Während eines Gesprächs ist die PTT gut mit dem Zeigefinger zu erreichen, der Daumen findet neben der Antenne Platz und mit dem Mittelfinger kann die S1-Taste bequem bedienen.

Bei der Bedienung des Geräts, also Kanalwahl oder sonstigen Einstellungen lässt es sich wie ein klassisches Mobiltelefon halten und somit mit einer Hand bedienen. Sämtliche Tasten auf der Front lassen sich gut mit dem Daumen erreichen.

Stromversorgung

Der mitgelieferte Lithium-Ionen-Akku hat eine Kapazität 2000 mAh. Das zugehörige Ladegerät liefert eine Spannung von 5 V und eine Stromstärke von 1 A.

PD356-USB-laden-im-AutoWas an dieser Stelle eine Besonderheit ist: Zum Laden und Programmieren wird ein Micro-USB-Anschluss verwendet. Ja, genau der Anschluss, der auch bei den meisten Smartphones eingesetzt wird. Aufladen lässt sich das PD365 dadurch mit jedem handelsüblichen Micro-USB-Kabel. Am Zigarettenanzünder, am Laptop oder mit einem externen Akku.

Für die Programmierung des Funkgeräts wird jedoch weiterhin ein spezielles USB-Programmierkabel (PC69) benötigt, welches nicht im Lieferumfang ist und zusätzlich erworben werden sollte. Die zur Programmierung benötigte Software ist über die Vertriebspartner von Hytera kostenlos für Funkamateure erhältlich.

Die Antenne

Was einem Funkamateur natürlich sofort auffällt ist die kleine fest montierte Antenne. Die Antenne ist nicht wechselbar und es gibt keine Möglichkeit eine externe Antenne zu nutzen. Das ist schade, aber mit Hinblick auf die Vorteile des Geräts für mich ein hinnehmbarer Kompromiss. Wer beispielsweise einen DMR-Repeater in Reichweite hat, braucht weder eine große Antenne noch viel Sendeleistung in einem digitalen Handfunkgerät. Die Sende- und Empfangsleistung ist absolut alltagstauglich.

Funktionsumfang

Beim PD365 handelt es sich um ein UHF-Gerät für das 70-cm-Band. Was den Frequenzbereich angeht, gibt es das Gerät in zwei Varianten. In der ersten Variante deckt es den Bereich von 400 – 440 MHz. In der zweiten Variante von 430 – 470 MHz. Wer das Funkgerät im Amateurfunk verwenden möchte, braucht nicht auf die Varianten zu achten, doch wer PMR empfangen will, sollte vor dem Kauf darauf achten, dass er das Modell mit dem geeigneten Frequenzbereich erwischt.

Das PD365 unterstützt neben DMR auch den klassischen analogen Funk in Frequenzmodulation. Die Sendeleistung ist in zwei Stufen schaltbar. In der hohen Stufe liefert das Gerät eine Sendeleistung von 3 W. In der niedrigen Stufe 1,5 W. Die Sende- und Empfangsleistung ist absolut alltagstauglich. Die Verständlichkeit und Modulation in DMR und FM ist gut.

Zum Speichern der Frequenzen bietet das Gerät 265 Kanäle an, die sich in den 16 Zonen hinterlegen lassen. Das reicht für den Alltag bei den meisten Anwendern aus, sofern man nicht täglich quer durch die Republik fährt.

Der Vorteil des Winzlings ist in erster Linie das geringe Gewicht und die kompakte Größe. Es passt in die Hosentasche und trägt selbst in der Sakkotasche nicht dick auf. Andere Handfunkgeräte haben manchmal eine Handschlaufe im Lieferumfang, beim PD365 liegt eine Halsschlaufe bei. Das PD365 braucht also nicht Zuhause liegen bleiben, es kann mitgenommen werden. Zumindest wenn ein Relais in der Nähe ist.

Der Preis des PD365 liegt in Deutschland zwischen 169€ und 250€ inklusive Mehrwertsteuer. Es kostet somit wesentlich weniger als die meisten anderen DMR-Geräte. Das optionale Datenkabel ist für 15 – 30€ erhältlich und sollte gleich mit erworben werden, denn ohne Programmierung am PC lässt sich das Gerät nicht nutzen.

Mein Fazit: Wer ein kleines digitales Handfunkgerät mit guter Akkulaufzeit für den Alltag sucht, ist mit dem PD365 gut beraten. Das Gerät bietet einen preiswerten Einstieg in die faszinierende Welt des Digitalfunks. Wer über die fest montierte Antenne hinwegsieht und ein Relais in Reichweite hat, der wird viel Freude mit dem kleinen Handy haben.

Ich arbeite in einem IT-Systemhaus und bin überwiegend mit der Administration von Mail-Servern beschäftigt. Derzeit beschäftige mich viel mit VHF/UHF, APRS und HAMNET. Darüber hinaus sammle ich Erfahrungen im Antennenbau.

14 Kommentare zu “Das Hytera PD365 – ein kompaktes DMR-Handfunkgerät für Einsteiger und Profis [Sponsored Post]

  1. Moin Moin,

    ich finde solche Berichte ja immer Klasse, leider wird das wichtigste dann doch nicht erwähnt 😉

    Zitat:
    Wer beispielsweise einen DMR-Repeater in Reichweite hat, braucht weder eine große Antenne noch viel Sendeleistung in einem digitalen Handfunkgerät.

    Und was bedeutet das in etwa? Ich würde mir wünschen wenn solche Berichte auch mal Beispiele aus der Praxis haben ala: Ich stand in der großen Stadt, mitten in der Häuserschlucht und konnte mit dem Repeater in 5 KM Entfernung gut arbeiten, als ich mich aber 7 Km entfernt hatte, dann ging nichts mehr. Dann kann man sich in etwa vorstellen, was Sache ist 😉

    Zum Thema DMR braucht man wohl nichts sagen, ich habe mich neulich (nur Theoretisch) mit dem Thema auseinander gesetzt. Ich denke mal, für meine Bedürfnisse ist C4FM besser geeignet. Aber das soll nun nicht der Anlass zu Diskussionen auslösen. Es muss ja jeder selber für sich entscheiden, gelle 😉

    • Hallo Kai,

      danke für dein Feedback. Ich werde das bei zukünftigen Artikeln berücksichtigen.

      Allerdings lassen sind solche Vergleiche der Reichweite auch nicht immer aussagekräftig und vor allem nicht auf die eigene Umgebung übertragbar.

      73 de Silvio

  2. So mal schnell mit Repeater-Book (Android App) nachgeschlagen. Ein Großteil des Jahres pendle ich ja immer. In der Woche hätte ich den nächsten DMR Repeater in 32km Luftlinie und am Wochenende in einem Radius von 50 km gar keinen DMR Repeater. Daher denke ich, das dieses Gerät für mich keine Option sein dürfte. Obwohl es natürlich vom Design und Größe eine tolle Sache ist.

    • Wenn der Repeater soweit weg ist, wird es wohl schwierig. Ich erinnere mich daran, dass du ein ähnliches Problem mit APRS hattest. Auch da war die Abdeckung in deiner Gegend nicht so gut.

      In diesen Zusammenhang ist vielleicht der DV4 Stick oder UP4DAR interessant für dich. Mit beiden Lösungen soll man zukünftig DMR-Hotspots bereitstellen können. Aber dazu später mehr in einem eigenen Artikel.

      • So ich habe mich dann mal als Kaufinteressent bei Helitron eingetragen. 99,50 Euro für ein D-Star/DMR Hotspot (andere benötigte Teile liegen in meiner Grabbelkiste 😉 ) mit einer Option auf C4FM erscheinen mir ein kalkulierbares Risiko 😉

        • OK, vielleicht doch zu früh gefreut :-/ Leider ist die Dokumentation zum DV4 mini dann doch noch!?! zu spärlich. Ein wichtiger Punkt ist z.B. ob der DV4 mini die digitale Logik übernimmt, und man dadurch in der Lage ist, mit einem x-beliegen Fm Handfunkgerät arbeiten zu können, oder ob man dann jeweils ein mehr oder weniger teures Handfunkgerät mit der jeweiligen digitalen Technik benötigt. OK, das hier vorgestellte Gerät ist dann eines der preisgünstigeren, ansonsten empfinde ich die Preise für digitale Handfunkgräte (unabhängig ob es sich um D-Star, DMR oder C4FM handelt) für unverschämt.

          Aber ich bleibe mal am Ball, auch wenn es sich mal wieder um ein Projekt (DV4 mini) handelt, welches sich wohl mangels umfassender Dokumentation für die meisten wieder uninteressant ist. Zum Beispiel scheint es zum jetzigen Zeitpunkt nichtmal ein vernünftiges Handbuch zum Produkt zu geben, obwohl die Auslieferung (Ende Juli) bereits kurz bevor steht.

          • So um das Thema abzuschliessen. Ich habe heute das Hytera PD365 bestellt. Ich habe bei mir um die Ecke ca. 10 km noch ein DMR Repeater gefunden, ich hoffe mal das ich dahin komme. Ziel wird es aber sein, das Teil(chen) mit einem DMR-Hotspot, basierend auf den noch zu erscheinenden DV4 mini, zu betreiben, da ich ein Großteil der Woche in MeckPom verbringe, und dort keine DMR Repeater (und wie es aussieht auch keine anderen digitalen Betriebsarten mittels Repeater) vorhanden sind. Und für den Urlaub ist so eine günstige DMR Hotspot Lösung nun auch nicht das verkehrteste.

  3. Oh, ich glaube dieser DV4mini könnte durchaus interessant für mich werden. Ich habe zwar nur etwas kurz gegoogelt, aber wenn ich das Prinzip richtig verstanden habe, dann ist er ja soetwas wie die Eierlegendewollmichsau! Das werde ich mal am Wochenende näher vertiefen und im Auge behalten.

    • Schöner Bericht über das PD365. Mehrere Funkfreunde von mir haben das Gerät. Die können damit auch weite Relais arbeiten z.B. DF0MOT aus Weinheim ca. 100km.

      Philipp, DL7FL

  4. Peter Glasmacher

    Mittlerweile sollten etwas mehr Informationen über DV4Mini verfügbr sein. Das Ding ist ein Durchlauferhitzer. Sprich, es liefert den Layer 1aus dem Internet und ins Internet.
    Sprich, man benötigt in jedem Fall ein entsprechendes ‘Backend’, also Funkgeraät. Und dazu noch eine funktionierende IT Infrastruktur. Auch wenn es im Falle dv4mini mit nem Raspi 2 plus dsl getan ist.
    Also benötigt man zwingend zusätzlich ein dstar oder dmr oder fusion (nicht c4fm) oder apco Funkgerät…….
    Oder alle zusammen. Dann kann halt nichts mehr passieren

  5. Hallo liebe OMs,

    ich habe seit drei Wochen das PD365 von Hytera. Das Programieren des Codeplug war ein wenig gewöhnungsbedürftig aber geht immer besser ;). Ich habe zunächst einmal die analogen Frequenzen und Repeater in der Nähe getestet. Klappt prima. Lediglich fehlt der 1750Hz Ton zum Auftasten einiger Repeater. Auch dtmf fehlt für Echolink. Man kann sich aber mit einem alten DTMF Tongeber (Anrufbeantworter) helfen. Bei mir in der Region sind 3 Repeater für DMR. Zwei davon sind ca. 20km entfernt. Das Arbeiten dieser Repeater geht zumindest vom Dachzimmer aus passabel. Im Parterre oder in Häuserschluchten ist das nur eingeschränkt machbar. Also wer keinen guten Zugang zu einem DMR Repeater hat, sollte entweder einen DV4mini zusätzlich besorgen oder ein Portabelgerät mit Anschlussmöglichkeit einer Außenantenne. Ich selbst nutze das kleine Teil analog für die Repeater auf dem Fußweg zur U-Bahn, bzw. dann zuhause im Obergeschoss auf DMR. QSOs mit USA, Kanada sind mit diesem Gerät in sehr guter Audioqualität möglich.
    Fazit:
    Gutes Einsteigermodell für DMR, praktisch und macht echt Spass

  6. Habe auch ein PD365 leider ist durch die kleine Antenne der Empfang nur in der Nähe von Repeatern gut.
    Im Gegensatz zu meiner Motorola DP 4801 ist der PD 365, Spielzeug.
    73’s

  7. Pingback: Hytera MD785 – Ein robustes Mobilfunkgerät für DMR-Enthusiasten [Sponsored Post] › HAMSPIRIT.DE

  8. Hallo zusammen,
    kann mir jemand eine Bedienungsanleitung für das PD365 per Mail zukommen lassen? knierimrainer@web.de
    Super vielen Dank schon mal im Voraus.

    Rainer

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